Tschai heißt übersetzt einfach nur Tee. Was man auf der Fahrt daraus macht, grenzt ja oft schon an Wissenschaft!
Ein guter Tschai ist wie ein großer Goldschatz: Er sollte von einem Drachen behütet werden!
Und so fällt es auch auf, daß kein Tschai genau gleich schmeckt - selbst in Seeheim-Jugenheim gibt es verschiedene Varianten... Und so kommt es dann, daß es auch gewisse Tschai-Abarten gibt: Kinder-Tschai, Winter-Tschai, Waldläufer-Tschai, Kalten-Tschai...
Was das letzten Endes bedeutet? Man muß seinen eigenen Tschai machen. Einfach drauf loskochen: Studieren geht über probieren - oder war das andersrum? Ich habe sogar schon von Gruppen gehört, die ganze “Tschai-Seminare” gemacht haben, nur um das Rezept ihres Tschais zu finden (nicht, dass wir das gewesen wären
).
Jenes ist auch genau der Grund, weshalb die Rezepte so geheim gehalten werden: beim Tschai geht es darum, selbst zu finden und nicht zu kopieren - und das dauert. Hat man einmal sein Rezept gefunden, gibt man es nicht so schnell Preis!
Die Zutaten
| Das kann rein | Das ist ein Gerücht |
Schwarzer-, Roter-, Pfefferminztee
Wein (oder Alkohol im weitesten Sinne)
Zucker (oder Zuckerähnliches)
Trockenfrüchte
Citrusfrüchte, Äpfel, Birnen (was Baum und Strauch so hergeben)
Gewürze (Salz, Pfeffer, ...) | Hagebutten-, Kamillentee
Wasser zum Strecken
Koch-Pimpf
Hühnchenflügel
Katzenhaare
Marmelade (wobei *?*)
Farbstoff
Milch
Eigelb |
Das Besondere macht eben die Mischung. Kleine Änderungen bei Zuckerform, Wein und Gewürzen können Tag und Nacht ausmachen - also nur nicht verzweifeln und schön weiter kochen.